Archive for April, 2010

Heute möchten wir euch gerne den 2. Teil unserer Artikelserie “WoW Lore: Servernamen” vorstellen. Da wir alphabetisch vorgehen, war diesmal der bekannte Realm Alexstrasza an der Reihe. Viel Spaß :-)

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Alexstrasza gibt es seit WoW-Release. Er befindet sich im Realmpool Todbringer.

Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von 4:1 (13.000 Allianzchars, 3.500 Hordechars) ist auch hier ein klares Übergewicht der Allianz zu erkennen. Bei den aktiven Spielern sieht es etwas weniger dramatisch aus, hier liegt das Verhältnis bei 2:1.

Nach YouLoot-Kriterien ist derzeit Sons of the fallen Lands die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Person

Alexstrasza ist eine der wichtigsten Charaktere in der Warcraftstory und im Gegensatz zu Aegwynn wohl allen WoW-Spielern ein Begriff. Im Spiel findet man sie derzeit auf der Spitze des Wyrmruhtempels in Nordend, wo sie den sogenannten Nexuskrieg gegen den blauen Drachenschwarm – angeführt von Malygos – koordiniert.

Ihr vollständiger Name lautet Alexstrasza, die Lebensbinderin und sie ist eine der 5 Aspekte. Als die Titanen nach der Schöpfung Azeroths diese Welt verließen, ernannten sie insgesamt 5 Drachen zu den sogenannten Drachenaspekten. Jene Aspekte sollten die Welt beschützen und bewachen. Eonar, die titanische Patrionin allen Lebens, ließ einen Teil ihrer Kraft auf Alexstrasza übergehen. Als Königin des roten Drachenschwarms steht sie seitdem für Leben und Hoffnung, für den Schutz alles Lebens. Als stärkste Charaktereigentschaft ist ihr großes Mitgefühl zu nennen. Die anderen 4 Aspekte werden von Malygos (blauer Drachenschwarm, Wächter der Magie), Ysera (grüner Drachenschwarm, Beschützerin der Natur und Phantasie), Nozdormu (bronzener Drachenschwarm, Hüter der Zeit) und Neltharion (schwarzer Drachenschwarm, Herrschaft über die Erde und Tiefen der Welt) – heute besser bekannt als Todesschwinge – geführt.

Wie ihr sicher schnell bemerkt, haben alle 5 Drachenaspekte einen großen Einfluss auf den Lauf der Geschichte gehabt. In der World of Warcraft begegnet man immer wieder auf Drachen der verschiedenen Schwärme. Der rote Drachenschwarm von Alexstrasza taucht meines Wissens in WoW das erste mal im Pechschwingenhort auf. Hier ist der rote Drache Vaelastrasz von Nefarian korrumpiert worden. Des Weiteren spielt auch ihr derzeitier 1. Gemahl, Korialstrasz, eine große Rolle. In Menschenform ist er als Krasus bekannt, ein großer Magier, nachdem unter anderem der Flugplatz im heutigen Dalaran benannt wurde. Weitere bekannte rote Drachen sind Caelestrasz, Tyranastrasz und Belnistrasz.

Die Rolle von Alexstrasza im Krieg der Uralten und im Zweiten Krieg ist sehr schwer “kurz” zu fassen. Ich versuche, die wichtigsten Details kurz zu erläutern, aber generell kann ich euch hierfür eher die “Krieg der Ahnen”-Triologie ans Herz legen:

Warcraft Bd.4. Krieg der Ahnen 1. Die Quelle der Ewigkeit

“Viele Monate nach der gewaltigen Schlacht um den Berg Hyjal, bei der die Brennende Legion für immer von Azeroth verbannt wurde, werden drei Kriegshelden durch eine mysteriöse Energie in eine entfernte Vergangenheit katapultiert. In eine Zeit, in der weder Orks noch Hochelfen durch die Lande streiften, sondern Drachen und dunkle Titanen die Geschicke der Welt bestimmten – in die Zeit, in der der legendäre Krieg der Ahnen seinen Anfang nahm.”

Warcraft Bd.5. Krieg der Ahnen 2. Die Dämonenseele

“Der zweite Teil der furiosen Krieg der Ahnen Trilogie! Die Verteidiger der Nachtelfen werfen sich mit aller Macht gegen die tödliche Bedrohung durch die brennende Legion. Angeführt von dem jungen Droiden Malfurion Stormrage und dem geheimnisvollen Magier Krasus versuchen sie sich den Heerscharen der Hölle entgegenzustemmen. Da kommt ihnen einen uralte Macht zu Hilfe: Die Elementardrachen!”

Warcraft Bd.6. Krieg der Ahnen 3. Das Erwachen

“Der Tod ihres verehrten Generals hat den kämpferischen Nachtelfen einen schweren Schlag versetzt. Neltharion, der schwarze Drache, hat dank der Dämonenseele die mächtigen Clans der Drachen in alle Winde verstreut. Und der dunkle Dämonenlord Archimonde steht mit seiner Brennenden Legion kurz vor dem Sieg über Kalimdor. Die Bewohner des Landes leiden unter dem unaufhaltsamen Bösen, aber sie ahnen nicht, dass sich aus den Tiefen des Brunnens der Ewigkeit ein Schrecken von noch nie gekanntem Ausmaß erheben wird.

In dem letzten apokalyptischen Kapitel dieser epischen Trilogie setzen der Drachenmagier Krasus und der junge Druide Malfurion alles aufs Spiel, um Azeroth vor der Vernichtung zu bewahren. Unsere Helden schließen sich mit Zwergen, Tauren und Furbolgs zusammen, um den Sieg der Brennenden Legion zu verhindern. Doch sollte die Dämonenseele in die Hände der Legion fallen, wäre alle Hoffnung für die Welt verloren. Dies ist die Stunde der Entscheidung, die Stunde, in der Vergangenheit und Zukunft aufeinander treffen. DAS ERWACHEN”

Ich habe alle 3 Bücher gelesen und kann sie nur empfehlen. Man lernt unglaublich viel über die Geschichte und freut sich danach, wenn man die ein oder andere Figur im Spiel wiederfindet ;-) Nun aber nochmal zu Alexstrasza, wie gesagt ein wenig gekürzt.

Im sogenannten “Krieg der Uralten” kämpfe Alexstrasza an der Seite von den beiden Großdrachen Korialstrasz und Neltharion gegen die Dämonen der Brennenden Legion. Als nach den Gefechten der alte Brunnen der Ewigkeit zerstört war, ließ Illidan 3 Phiolen des Wassers in einen Fluss des Berges Hyjal laufen – es entstand ein neuer Brunnen der Ewigkeit. Alexstrasza pflanzte die letzte Eichel des legendären Baums G’Hanir in den Brunnen und schuf so den Weltenbaum, den wir als Nordrassil (Der Baum, der unter anderem im Kampf gegen Archimonde in Hyjal zu sehen ist) kennen. So diente der neue Brunnen zur Heilung des Landes.

Im zweiten Krieg wurde Alexstrasza von Orcs gefangen genommen – mit Hilfe der Dämonenseele. Die Angehörigen Alexstraszas wurden von den Orcs versklavt und als Kriegsreittiere benutzt. Unter Androhung, die ungeborenen Brutlinge zu töten, machte Alexstrasza was von ihr und ihrer Brut verlangt wurde.

Zur Info: In der Dämonenseele, einst Drachenseele, sind die Kräfte aller Aspekte vereint – Neltharion / Todesschwinge klaute sie jedoch.

Nach dem Ende des zweiten Krieges konnte Alexstrasza durch die unfrewillige Hilfe ihres Erzfeindes Todesschwinge schließlich entkommen und zusammen mit den drei anderen Aspekten – welche noch auf der “guten” Seite waren – und mit Hilfe Rhonin (heute findet ihr ihn in Dalaran) schließlich zerstören. Seitdem arbeitet der rote Drachenschwarm daran, die in Mitleidenschaft gezogene Rasse wieder aufzubauen.

Ich befürchte, hier werden einige Dinge nur sehr schwer zu verstehen sein. Ich empfehle euch nochmal die Bücher, da eine solch wichtige Person wie Alexstrasza einfach nur seeehr schwer in einen kleinen Text zu packen ist ;-)

Unsere große Artikelserie zum Thema “WoW Lore: Servernamen” startet heute mit dem ersten Teil, in dem wir euch Aegwynn etwas genauer vorstellen möchten.

Informationen zum Server

Den deutschen PvP-Server Aegwynn gibt es seit WoW-Release. Er befindet sich im Realmpool Blutdurst.

Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von etwa 2,5:1 ist das Kräfteverhältnis hier mehr als deutlich. Auch die bekannte Allianzgilde Refuge, welche 2008 größtenteils aus einem Zusammenschluss von Deus Sanctum und Deadlyminds entstand, war eine lange Zeit auf Aegwynn heimisch. Mittlerweile sind sie jedoch auf den Realm Taerer gewechselt.

Nach YouLoot-Kriterien ist mittlerweile Progenies Infernalis die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Person

Mit unserem ersten Teil haben wir uns hier wirklich eine hochkarätige Person der Warcraftgeschichte ausgesucht. Um die Geschichte von Aegwynn zu ergründen, müssen wir sehr weit in der Story zurückgehen – lange bevor die World of Wacraft im heutigen Antlitz bestand. Es geht unter anderem um Medivh, Sargeras und die Wächter von Tirisfal. Alles auszuschmücken würde den Rahmen etwas sprengen, aber wir versuchen die wichtigsten Aspekte einzubringen.

Wenn man es kurzmachen möchte, könnte man einfach sagen, dass Aegwynn die vorletzte Wächterin von Tirisfal war – und die erste weibliche Wächterin überhaupt in diesem bedeutenden Amt. Doch das würde wohl nicht wirklich viel Wissen vermitteln ;-) Was also war der berüchtigte Orden von Tirisfal – wer waren die Wächter von Tirisfal?

Nun, der Orden von Tirisfal wurde von den mächtigsten Magiern der Menschen geführt. Das normale Volk wusste hiervon nichts – es war eine Art Geheimbund. Regelmäßig wurde vom Orden ein sogenannter Wächter von Tirisfal ausgewählt, der eine unglaubliche Macht verliehen bekam und in seinem Amt dafür Sorge tragen musste, dass die Brennende Legion nicht nach Azeroth eindringen konnte. Mit dem Mantel der Hüterschaft konnte der jeweils amtierende Wächter seinem Nachfolger alle Kräfte übertragen. Ein neuer Wächter wurde immer dann vom Orden bestimmt, wenn der aktuelle zu alt oder des Krieges einfach müde wurde.

Diese Tradition führte sich eine lange Zeit fort, bis die besagte Aegwynn die Rolle der Wächterin einnahm. Sie setzte sich gegen insgesamt 5 männliche Bewerber in der Ausbildung von Magna Scavell durch. Wurde sie zu Beginn noch von allen aufgrund ihres Geschlechts verspottet, bewies sie schnell was wirklich in ihr steckt. Als sie bereits im ersten Ausbildungsjahr die Schriften Meitres zu zaubern begann, überzeugte sie alle Kritiker.

Schließlich erhielt sie die Macht der Tirisfalen und wurde zur neuen Wächterin. Schnell stellte sich heraus, dass Aegwynn sich nicht zur Marionette des Ordens machen ließ. Emotionen leiteten Sie oftmals und eine gewisse Naivität in ihren Handlungen war nicht zu leugnen. Nach über 500 Jahren als Wächterin hatte Aegwynn harte Gefechte gegen Dämonen in Nordend auszutragen, wo sie schließlich auf das Avatar des gefallenen Titanen Sargeras traf. Mit der Hilfe von Drachen gelang es ihr, Sargeras zu vernichten. Dieser Triumph stieg ihr offenbar zu Kopf. Sie überschätzte Ihre Macht und kam zu dem Entschluss, dass sie den Orden nicht länger brauchen würde.

Zur Information: Sargeras ist nach der gängigen Meinung das mächtigste Wesen in Warcraft. Einst war er ein Titan und hatte die Aufgabe, das Universum zu schützen. Er sagte sich jedoch über die Jahrtausende von seinen Pflichten ab und hat nun das Ziel, alle Schöpfungen der Titanen zu vernichten.

Schließlich nutzte Aegwynn die Magie, um ihre Lebenserwartung auf über tausend Jahre zu verlängern. Dem Orden teilte sie mit, dass sie selbst einen Nachfolger als Wächter bestimmen würde – sollte dies nicht aktzeptiert werden, so würde sie die gesamte Macht mit in den Tod nehmen. Sie zeugte mit Nielas Aran einen Sohn, der schließlich ihr Erbe antreten sollte – Medivh wurde geboren. Sie übertrug all ihre Macht auf ihren Sohn – was sich jedoch als großer Fehler herausstellen sollte. Als Aegwynn Sargeras scheinbar tötete, nistete sich sein Geist in ihr ein und kam erst mit der Geburt von Medivh wieder zum Vorschein.

Viel zu spät wurde ihr bewusst, dass ihr Sohn von Sargeras beherrscht wird. Ihre Kräfte hatte sie bereits auf ihn übertragen. In einem aussichtslosen Kampf im mystischen Turm von Karazhan gegen Medivh versuchte Aegwynn, das Dilemma noch einmal abzuwenden. Sie war jedoch chancenlos und wurde aus Azeroth verbannt. Der Tod blieb ihr wohl nur durch die letzte Menschlichkeit, welche noch in ihrem Sohn schlummerte, erspart. Medivh, gesteuert von Sargeras, beschwörte nun nach und nach Dämonen, welche alle Mitglieder des Ordens von Tirisfal töteten. Der Weg zur zweiten Invasion durch die Brennende Legion war frei.

Medivh starb einige Zeit später, als den Menschen bewusst wurde, dass er von Sargeras’ Geist befallen war. Anduin Lothar, Khadgar, Garona und einige Soldaten stürmten seinen Tum und töteten ihn.

Aegwynn erfuhr von dem Tod ihres Sohnes und teleportierte sich anschließend soweit weg, wie es nur irgendwie ging. Sie landete schließlich in Mulgore und baute sich später in der Nähe von Ratschet ein kleines Zuhause auf. Obgleich ihre Kräfte lange nicht mehr so stark waren wie früher, schaffte sie es mit letzter Kraft ihren Sohn zurückzuholen. Diese Prozedur dauerte insgesamt 21 Jahre und kostete fast ihr Leben, aber sie schaffte es. Medivh war wieder am Leben, verschwand jedoch nur wenig später.

Eines Tages wurde sie von Lady Jaina Proudmoore (Jaina Prachtmeer) ausfindig gemacht und in ihre Dienste gestellt. Sie half maßgeblich an der Vernichtung einiger Dämonen, welche versuchten, zwischen Menschen und Orks Unfrieden zu stiften. Nachdem dieser Konflikt abgewendet war, ist nichts weiteres über Aegwynn bekannt. Es gibt jedoch Gerüchte, dass sie “Tabetha” aus den Düstermarschen sein soll, welche unter anderem  die “Tiara der Tiefen”-Quest für Zul’Farrak startet. Dies wurde jedoch nie offizielle bestätigt.

Tipp: Wenn ihr noch mehr zu der Geschichte rund um Aegwynn erfahren wollt, solltet ihr unbedingt die folgenden 2 Bücher lesen. Literarisch überzeugen diese Werke zwar nicht wirklich (Rechtschreib- und Grammatikfehler sind keine Seltenheit), aber sie sind lesbar und vermitteln viel Warcraftwissen ;-)

-> World of WarCraft 1: Teufelskreis (Konflikt zwischen Horde und Allianz, Aegwynn hilft Jaina bei der Schlichtung und im Kampf gegen die Dämonen)
-> Warcraft Bd. 3. Der letzte Wächter (Khadgar fängt bei Medivh als Lehrling an)

Falls ihr nicht ganz so firm in der Warcraftgeschichte seid, werden euch sicherlich viele Fragen und Unklarheiten gekommen sein. Jedoch solltet ihr als WoW-Spieler einige Charaktere erkannt haben, welche auch in der heutigen World of Warcraft eine Rolle spielen oder euch sogar begegnen. In den folgenden Teilen werdet ihr mehr erfahren ;-)

Mit der neuen Artikelserie “WoW Lore: Servernamen” auf derwowblog.de werden wir dem Blog ab heute ein wenig Leben einhauchen. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir euch zu jedem der 87 deutschen Server einen Artikel vorstellen, in dem die Herkunft wie auch die Geschichte von dem Ort, dem Gebiet oder der Person – nach welcher der Server benannt wurde – etwas näher beleuchtet wird.

Leider haben viele WoW-Spieler nur wenig für die Warcraft-Geschichte übrig, mit dieser Artikelserie wollen wir zumindest ein Basiswissen vermitteln. Vielleicht kommt dadurch ja der ein oder andere auf den Geschmack, denn die Story an sich ist wirklich mehr als lesenswert ;-)

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