Archive for the ‘ WoW-Lore: Servernamen ’ Category

Nachdem in unseren letzten Teilen der großen Artikelserie “WoW Lore: Servernamen” vergleichsweise unbedeutende Charaktere behandelt wurden, widmen wir uns nun wieder einem echten Schwergewicht: Antonidas

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Antonidas gibt es seit dem 04.01.2007. Er befindet sich im Realmpool Todbringer.

Das Allianz/Horde-Verhältnis ist hier relativ ausgeglichen.

Nach YouLoot-Kriterien stellt Nero derzeit die beste Gilde des Servers.

Informationen zum Person

Wie bereits im Einführungssatz erwähnt, ist Antonidas ein sehr bedeutender Charakter in der Warcraftgeschichte. Als Erzmagier führte er lange Zeit die Kirin Tor an und herrschte somit über Dalaran.

Er kam bereits in sehr jungen Jahren nach Dalaran. Sein magisches Geschick und seine Loyalität ermöglichten ihm, innerhalb kürzester Zeit in Reihen der Kirin Tor aufzusteigen – bis er schließlich zum Anführer der Sekte wurde. Alte Erzählungen von Brann Bronzebart besagen sogar, dass er einer der sieben Könige der östlichen Königreiche war – und somit Mitbegründer der Allianz von Lordaeron. Andere Quellen bestätigen zwar seine Beteiligung an den damaligen Geschehnissen, weisen ihm jedoch nicht den Königsstatus zu.

Zu Zeiten des Zweiten Krieges verteidigte Antonidas zusammen mit einigen Gefährten die Violette Zitadelle vor Teron  Blutschatten, welcher das Auge von Dalaran stehlen wollte. Zusammen mit Krasus, Kael’Thas und Sathera besiegte er Teron, jedoch konnte dieser dank Todesschwinge flüchten. Sathera überlebte diesen Kampf nicht.

Information: Mal ein kleiner Einwurf. Im letzten Satz seht ihr sehr schön, wie oft man in der Warcraft Lore auf heutige Charaktere stößt. So ist Teron Blutschatten zum Beispsiel ein Boss im Black Temple, Kael’Thas der Endboss in der Festung der Stürme…

Als sich Antonidas’ Gesundheit mehr und mehr verschlechterte, konnte er Dalaran schließlich nicht mehr für längere Zeit verlassen. Die auch heute noch sehr bekannte Jaina Prachtmeer war seine Schülerin und wurde schließlich zu seinen Augen und Ohren. Er schickte sie auch nach Stratholme, um Arthas Menethil zur Seite zu stehen. Wie jedoch in den Höhlen der Zeit 4 behandelt wird, wendete sie sich vor der Tragödie zusammen mit Uther Lichtbringer ab – da sie die Zerstörung der Stadt nicht mitverantworten wollte.

Kurze Zeit später führten Arthas und der alte Erzmagier Kel’Thuzad, welcher sich immer mehr der Nerkomantie hingegeben hatte, die Geißel in eine erbarmungslose Schlacht nach Dalaran. Antonidas tat sein Bestes um die feindlichen Truppen fernzuhalten, schließlich gelang es jedoch Arthas und seiner Armee das aufgebaute Schutzschild zu durchbrechen und das Buch von Medivh in seinen Besitz zu bringen. Arthas setzte dem Leben von Antonidas ein Ende und kurze Zeit später zerstörte Archimonde die gesamte Stadt. Sowohl die Kirin Tor, als auch die Geißel, mussten in dieser Schlacht herbe Verluste hinnehmen.

Noch heute erinnern viele Dinge in der World of Warcraft an Antonidas. Der Lichkönig droppt zum Beispiel den Stab Archus, Hohestab des Antonidas, in Dalaran steht eine Statue von Antonidas, welche damals von den überlebenden Kirin Tor beim Wiederaufbau zu Ehren des gefallenen Erzmagiers errichtet wurde und man kann im Brunnen von Dalaran Antonidas Silbermünze angeln. Sie trägt folgende Inschrift:

“Gib mir die Stärke, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

Auch viele der gelegentlich auftauchenden Bücher in Dalaran behandeln die Geschichte von Antonidas.

Weiter gehts bei unserer großen Artikelserie mit dem Server Anetheron.

Informationen zum Server

Den deutschen PvP-Server Anetheron gibt es seit dem 22.03.2006. Er befindet sich im Realmpool Glutsturm.

Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von etwa 1:4 ist Anetheron sehr Hordelastig. Auch gehört er eher zu den bevölkerungsschwächeren Servern.

Erst vor kurzem hat sich die legendäre Gilde “in Harmony” durch eine Fusion von “daCore” und “Utopie” auf Anetheron wiedervereint – Nach YouLoot-Kriterien stellt in Harmony nun auch die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Person

Der Name Anetheron wird wohl den meisten WoW-Spielern spätestens seit dem Addon Burning Crusade ein Begriff sein. Er ist der zweite Boss in der Raidinstanz “Kampf um Berg Hyjal”. Durch seine Anwesenheit in dieser Instanz sollte euch bereits bewusst geworden sein, dass es sich bei ihm um einen sehr alten Charakter der Warcraftgeschichte handelt.

Der Schreckenslord Anetheron war einst die Nummer zwei der Nathrezim nach Tichondrius. Jener Tichondrius war der Anführer aller Schreckenslords der Brennenden Legion unter dem Kommando von Kil’Jaeden. Nachdem er in einem Kampf gegen Illidan Stormrage im Teufelswald getötet wurde, trat Anetheron die Herrschaft der Nathrezim an.

Als persönlicher Leibwächter von Archimonde führte er zusammen mit Rage Winterchill, Azgalor und Kaz’rogal die Truppen der Geißel im Kampf um Hyjal gegen Allianz & Horde an – eben jene Geschichte könnt ihr in der Höhlen der Zeit-Raidinstanz nachspielen.

In dieser Schlacht fiel Anetheron.

Im 5. Teil unserer Artikelserie kümmern wir uns um den Server Ambossar.

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Ambossar gibt es seit dem 20.01.2007 und er befindet sich im Realmpool Schattenbrand.

Ambossar gehört eher zu den bevölkerungsschwachen Servern und hat ein sehr klares Übergewicht auf Allianzseite.

Nach YouLoot-Kriterien ist derzeit Nova die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Herkunft

Ob mit Ambossar die Person Modimus Ambossar, Gombrim Ambossar oder die heutige Siedlung Ambossar im Nordosten des Eisklammtals (Dun Morogh) gemeint ist, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Daher werden wir einfach alles etwas näher beleuchten, um euch die Geschichte der Ambossar-Zwerge etwas näher zu bringen.

Vor längerer Zeit gab es insgesamt 3 verschiedene große Zwergenklans.
Die Bronzebart-Zwerge, welche auch heute noch sehr bekannt sind und unter anderem mit Magni Bronzebart den Herrscher über Eisenschmiede stellen.
Die Wildhammer-Zwerge, welche in den Nistgipfeln des Hinterlands leben und unter anderem mit Kurdran eine große Rolle in der Allianzexpedition spielten (Nähere Informationen siehe “Alleria”).
Die Dunkeleisenzwerge, welche mit ihrem Anführer Thaurissan gegen die Bronzebart und Wildhammer finstere Pläne schmiedeten.

Lange Zeit nach Gombrim Ambossar, dem ersten König aller Zwerge, bestieg ein weiteres Mitglied des Ambossar-Klans den Thron von Eisenschmiede: Modimus Ambossar. Nach seinem Tod entbrannte jedoch ein erbitterter Kampf um die Thronfolge und schlussendlich gipfelte diese Auseinandersetzung im Krieg der drei Hämmer. Seit der Beendigung dieses Krieges stellt nur noch der Bronzebart-Klan den König von Eisenschmiede.

Tipp: Ich habe “Krieg der drei Hämmer” mit einem Link versehen, unter dem ihr mehr darüber lesen könnt. Unter anderem geht es auch um Ragnaros & Co. – Wirklich spannend.

Info: Ich muss eingestehen, dass ich den Ambossar-Klan selbst nicht ganz genau einschätzen kann. Bei einigen Quellen wird er als alter Zwergenklan erwähnt, bei anderen mit keinem Wort. Wer hier mehr Informationen hat, welche belegt sind, kann sich gerne in den Comments melden. Vorallem wäre interessant, weshalb ein so kleiner Klan mehrmals den König aller Zwerge stellte. In Büchern konnte ich leider auch nichts über die Ambossarzwerge herausfinden.

Heutzutage gibt es kaum noch lebende Mitglieder der Ambossar-Klans. Alles was an sie erinnert ist die gewaltige Festung in Dun’Morogh, welche nach Modimus Ambossar benannt wurde.

Schneller als erwartet gibt es schon heute die nächste Ausgabe unserer großen Artikelserie “WoW Lore: Servernamen”. Diesmal im Fokus: Aman’Thul.

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Aman’Thul gibt es seit dem 05.04.2005 und befindet sich im Realmpool Raserei .

Wenn man den Daten von warcraftrealms.com glauben darf, gehört Aman’Thul eher zu den Bevölkerungsschwachen Servern. Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von 3:1 gibt es jedoch eine klare Kräfteaufteilung.

Nach YouLoot-Kriterien ist derzeit Celestial Dawn die beste Gilde des Servers

Informationen zur Person

Aman’Thul wird wohl nur den wenigsten Personen ein Begriff sein, obwohl er wahrscheinlich die mächtigste Figur im gesamten Warcraftuniversum ist. Er ist der älteste und weiseste der Titanen und Hochvater des Pantheons, dem hohen Rat der Titanen. Somit ist Aman’Thul sozusagen der Hauptverantwortliche, dass zahllosen Welten – auch Azeroth – Leben eingehaucht wurde.

Leider gibt es über ihn nur sehr wenige Informationen. Jedoch ist er der Bruder von Sargeras und der Gemahl von Eonar, der Lebensbinderin, über die bereits im Artikel zu Alexstrasza berichtet wurde.

Sein Aussehen ähnelt, meiner Ansicht nach, sehr den Vorstellungen von Zeus – dem mächtigsten Gott der griechischen Mythologie. Auf dem Wiki der Forscherliga ist folgendes Bild von Aman’Thul zu sehen:

Als das Werk der Titanen auf Azeroth vollbracht war, segnete Aman’Thul den Drachenaspekt Nozdormu mit der Kraft über die Zeit.

Wieder wurde ein neuer Teil unserer großen Artikelserie fertig – diesmal dreht sich alles um den Server Alleria. Viel Spaß :-)

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Alleria gibt es seit WoW-Release. Er befindet sich im Realmpool Todbringer.

Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von 2:1 (14.500 Allianzchars, 8.500 Hordechars) ist  hier ein klares Übergewicht der Allianz zu erkennen.

Nach YouLoot-Kriterien ist derzeit Ascension die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Person

Der Name Alleria Windläufer wird wohl, im Vergleich zu unseren vorherigen Berichten über Aegwynn und Alexstrasza, nur sehr wenigen WoW-Spielern ein Begriff sein. Dies liegt vorallem daran, dass sie seit langer Zeit als verschollen gilt und im Spielgeschehen nie wirklich auftauchte.

Doch wer war Alleria Windläufer (engl. Alleria Windrunner) überhaupt?

Bekannt wurde die Hochelfin aus Quel’Thalas durch die Allianzexpedition nach Draenor (Scherbenwelt), in der sie zusammen mit Khadgar, Turalyon, Kurdran Wildhammer und Danath Trollbann eine große Rolle spielte. Sie hat einige bekannte Verwandte, die auch heute noch eine große Rolle spielen. Sylvanas ist ihre Schwester, Rhonin ihr Schwager. Des Weiteren ist Arator ihr Sohn (Vater: Turalyon) , welchen Allianzspieler auf der Höllenfeuerhalbinsel in der Ehrenfeste zu Gesicht bekommen.

Alleria war Waldläuferhauptmann und zeichnete sich durch einen unbändigen Hass gegen die Orcs aus, welche einst die Grenzlande ihrer Heimat – Quel’Thalas – niederbrannten und ihre Eltern töteten. Nach diesen Geschehnissen wurde sie nur noch von Rache angetrieben und führte u.a. eine Elitegruppe von Waldläufern im Kampf gegen die Orcs des Blutenden Auges an, welche nach Ende des Zweiten Krieges von ihren Verbündeten abgeschnitten wurden.

Erst ihre Beziehung zu Hochgeneral Turalyon, welche Anfangs unter keinem guten Stern stand, ließ wieder etwas Freude in ihr Leben einkehren. Turalyon war einer der ersten Paladine überhaupt. Als Mitglied des Ordens der Silbernen Hand kämpfte er u.a. zusammen mit Uther Lichtbringer und Tirion Fordring für das heilige Licht – und nahm später Orgrim Schicksalshammer gefangen, nachdem selbiger Anduin Lothar in einem legendären Kampf besiegte.

Auf der bereits erwähnten Allianzexpedition konnte Alleria zusammen mit ihren Gefährten zwar schlussendlich Medivhs Buch aus den Händen von Ner’zhul zurückholen, jedoch hatte dieser bereits genug Wissen um weitere Portale zu öffnen. Die Helden beschlossen, das dunkle Portal zu schließen – wurden jedoch durch die dadurch verursachten Risse in eine andere Welt gezogen. Seitdem ist nichts mehr von Alleria Windläufer bekannt, jedoch wurde ihr zu Ehren eine Statue im Tal der Helden von Sturmwind erbaut. In der Inschrift unter der Statue ist folgender Text zu lesen:

Waldläufercaptain Alleria Windrunner,

Berühmte Trolljägerin aus Quel’Thalas. Hauptspäherin und Geheimagentin für die Expedition der Allianz, die in Draenor, der Heimat der Ork’s einmarschiert ist. Vermutlich gefallen.

Du bist geflogen wie ein Pfeil im Wind, Schwester. Du warst die beste unseres Ordens. Du warst die treueste unserer Sippe.

- Sylvanas Windrunner -
Waldläufergeneral von Quel’Thalas

Für mich persönlich sind Alleria und auch Turalyon absolute Highlights in den Büchern. Auf sie trifft das alte Sprichwort “harte Schale, weicher Kern” absolut zu. Ich kann euch auch hier wieder nur das passende Buch empfehlen und hoffe, die 3. Serie von “WoW Lore: Servernamen” hat euch gefallen ;-)

World of Warcraft, Bd. 4: Jenseits des Dunklen Portals

Am Ende des zweiten Krieges gelang es der Allianz schließlich, die Horde zurückzuschlagen und das Dunkle Portal zu zerstören, womit die einzige Verbindung zwischen Azeroth und Draenor der Heimatwelt der Orcs gekappt wurde. Zwei Jahre später ist die Horde zurückgekehrt und bringt erneut Chaos und Unheil über die Welt von … Der alte Orc-Schamane Ner zhul hat die Führung über die Horde an sich gerissen und das Dunkle Portal wieder geöffnet. Jetzt fallen seine blutrünstigen Krieger erneut über Azeroth her und belagern die neuerrichtete Festung Nethergarde. Dort bereiten sich Erzmagier Khadgar und Allianz-Commander Turaylon sowie die vereinigten Truppen aus Elfen, Zwergen und Menschen auf die Verteidigung gegen die Invasoren vor. Währendessen treffen weitere beunruhigende Nachrichten in Nethergarde ein: Kleine orcische Truppenverbände operieren fern der eigentlichen Frontlinie, und schwarze Drachen wurden gesichtet, die die Grünhäute offenbar unterstützen. Um die finsteren Pläne des Orc- Schamanen zu durchkreuzen, muss die Allianz den kühnen Schritt wagen und nach Draenor vorstoßen, direkt in die Heimatwelt der Orcs …

Heute möchten wir euch gerne den 2. Teil unserer Artikelserie “WoW Lore: Servernamen” vorstellen. Da wir alphabetisch vorgehen, war diesmal der bekannte Realm Alexstrasza an der Reihe. Viel Spaß :-)

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Alexstrasza gibt es seit WoW-Release. Er befindet sich im Realmpool Todbringer.

Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von 4:1 (13.000 Allianzchars, 3.500 Hordechars) ist auch hier ein klares Übergewicht der Allianz zu erkennen. Bei den aktiven Spielern sieht es etwas weniger dramatisch aus, hier liegt das Verhältnis bei 2:1.

Nach YouLoot-Kriterien ist derzeit Sons of the fallen Lands die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Person

Alexstrasza ist eine der wichtigsten Charaktere in der Warcraftstory und im Gegensatz zu Aegwynn wohl allen WoW-Spielern ein Begriff. Im Spiel findet man sie derzeit auf der Spitze des Wyrmruhtempels in Nordend, wo sie den sogenannten Nexuskrieg gegen den blauen Drachenschwarm – angeführt von Malygos – koordiniert.

Ihr vollständiger Name lautet Alexstrasza, die Lebensbinderin und sie ist eine der 5 Aspekte. Als die Titanen nach der Schöpfung Azeroths diese Welt verließen, ernannten sie insgesamt 5 Drachen zu den sogenannten Drachenaspekten. Jene Aspekte sollten die Welt beschützen und bewachen. Eonar, die titanische Patrionin allen Lebens, ließ einen Teil ihrer Kraft auf Alexstrasza übergehen. Als Königin des roten Drachenschwarms steht sie seitdem für Leben und Hoffnung, für den Schutz alles Lebens. Als stärkste Charaktereigentschaft ist ihr großes Mitgefühl zu nennen. Die anderen 4 Aspekte werden von Malygos (blauer Drachenschwarm, Wächter der Magie), Ysera (grüner Drachenschwarm, Beschützerin der Natur und Phantasie), Nozdormu (bronzener Drachenschwarm, Hüter der Zeit) und Neltharion (schwarzer Drachenschwarm, Herrschaft über die Erde und Tiefen der Welt) – heute besser bekannt als Todesschwinge – geführt.

Wie ihr sicher schnell bemerkt, haben alle 5 Drachenaspekte einen großen Einfluss auf den Lauf der Geschichte gehabt. In der World of Warcraft begegnet man immer wieder auf Drachen der verschiedenen Schwärme. Der rote Drachenschwarm von Alexstrasza taucht meines Wissens in WoW das erste mal im Pechschwingenhort auf. Hier ist der rote Drache Vaelastrasz von Nefarian korrumpiert worden. Des Weiteren spielt auch ihr derzeitier 1. Gemahl, Korialstrasz, eine große Rolle. In Menschenform ist er als Krasus bekannt, ein großer Magier, nachdem unter anderem der Flugplatz im heutigen Dalaran benannt wurde. Weitere bekannte rote Drachen sind Caelestrasz, Tyranastrasz und Belnistrasz.

Die Rolle von Alexstrasza im Krieg der Uralten und im Zweiten Krieg ist sehr schwer “kurz” zu fassen. Ich versuche, die wichtigsten Details kurz zu erläutern, aber generell kann ich euch hierfür eher die “Krieg der Ahnen”-Triologie ans Herz legen:

Warcraft Bd.4. Krieg der Ahnen 1. Die Quelle der Ewigkeit

“Viele Monate nach der gewaltigen Schlacht um den Berg Hyjal, bei der die Brennende Legion für immer von Azeroth verbannt wurde, werden drei Kriegshelden durch eine mysteriöse Energie in eine entfernte Vergangenheit katapultiert. In eine Zeit, in der weder Orks noch Hochelfen durch die Lande streiften, sondern Drachen und dunkle Titanen die Geschicke der Welt bestimmten – in die Zeit, in der der legendäre Krieg der Ahnen seinen Anfang nahm.”

Warcraft Bd.5. Krieg der Ahnen 2. Die Dämonenseele

“Der zweite Teil der furiosen Krieg der Ahnen Trilogie! Die Verteidiger der Nachtelfen werfen sich mit aller Macht gegen die tödliche Bedrohung durch die brennende Legion. Angeführt von dem jungen Droiden Malfurion Stormrage und dem geheimnisvollen Magier Krasus versuchen sie sich den Heerscharen der Hölle entgegenzustemmen. Da kommt ihnen einen uralte Macht zu Hilfe: Die Elementardrachen!”

Warcraft Bd.6. Krieg der Ahnen 3. Das Erwachen

“Der Tod ihres verehrten Generals hat den kämpferischen Nachtelfen einen schweren Schlag versetzt. Neltharion, der schwarze Drache, hat dank der Dämonenseele die mächtigen Clans der Drachen in alle Winde verstreut. Und der dunkle Dämonenlord Archimonde steht mit seiner Brennenden Legion kurz vor dem Sieg über Kalimdor. Die Bewohner des Landes leiden unter dem unaufhaltsamen Bösen, aber sie ahnen nicht, dass sich aus den Tiefen des Brunnens der Ewigkeit ein Schrecken von noch nie gekanntem Ausmaß erheben wird.

In dem letzten apokalyptischen Kapitel dieser epischen Trilogie setzen der Drachenmagier Krasus und der junge Druide Malfurion alles aufs Spiel, um Azeroth vor der Vernichtung zu bewahren. Unsere Helden schließen sich mit Zwergen, Tauren und Furbolgs zusammen, um den Sieg der Brennenden Legion zu verhindern. Doch sollte die Dämonenseele in die Hände der Legion fallen, wäre alle Hoffnung für die Welt verloren. Dies ist die Stunde der Entscheidung, die Stunde, in der Vergangenheit und Zukunft aufeinander treffen. DAS ERWACHEN”

Ich habe alle 3 Bücher gelesen und kann sie nur empfehlen. Man lernt unglaublich viel über die Geschichte und freut sich danach, wenn man die ein oder andere Figur im Spiel wiederfindet ;-) Nun aber nochmal zu Alexstrasza, wie gesagt ein wenig gekürzt.

Im sogenannten “Krieg der Uralten” kämpfe Alexstrasza an der Seite von den beiden Großdrachen Korialstrasz und Neltharion gegen die Dämonen der Brennenden Legion. Als nach den Gefechten der alte Brunnen der Ewigkeit zerstört war, ließ Illidan 3 Phiolen des Wassers in einen Fluss des Berges Hyjal laufen – es entstand ein neuer Brunnen der Ewigkeit. Alexstrasza pflanzte die letzte Eichel des legendären Baums G’Hanir in den Brunnen und schuf so den Weltenbaum, den wir als Nordrassil (Der Baum, der unter anderem im Kampf gegen Archimonde in Hyjal zu sehen ist) kennen. So diente der neue Brunnen zur Heilung des Landes.

Im zweiten Krieg wurde Alexstrasza von Orcs gefangen genommen – mit Hilfe der Dämonenseele. Die Angehörigen Alexstraszas wurden von den Orcs versklavt und als Kriegsreittiere benutzt. Unter Androhung, die ungeborenen Brutlinge zu töten, machte Alexstrasza was von ihr und ihrer Brut verlangt wurde.

Zur Info: In der Dämonenseele, einst Drachenseele, sind die Kräfte aller Aspekte vereint – Neltharion / Todesschwinge klaute sie jedoch.

Nach dem Ende des zweiten Krieges konnte Alexstrasza durch die unfrewillige Hilfe ihres Erzfeindes Todesschwinge schließlich entkommen und zusammen mit den drei anderen Aspekten – welche noch auf der “guten” Seite waren – und mit Hilfe Rhonin (heute findet ihr ihn in Dalaran) schließlich zerstören. Seitdem arbeitet der rote Drachenschwarm daran, die in Mitleidenschaft gezogene Rasse wieder aufzubauen.

Ich befürchte, hier werden einige Dinge nur sehr schwer zu verstehen sein. Ich empfehle euch nochmal die Bücher, da eine solch wichtige Person wie Alexstrasza einfach nur seeehr schwer in einen kleinen Text zu packen ist ;-)

Unsere große Artikelserie zum Thema “WoW Lore: Servernamen” startet heute mit dem ersten Teil, in dem wir euch Aegwynn etwas genauer vorstellen möchten.

Informationen zum Server

Den deutschen PvP-Server Aegwynn gibt es seit WoW-Release. Er befindet sich im Realmpool Blutdurst.

Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von etwa 2,5:1 ist das Kräfteverhältnis hier mehr als deutlich. Auch die bekannte Allianzgilde Refuge, welche 2008 größtenteils aus einem Zusammenschluss von Deus Sanctum und Deadlyminds entstand, war eine lange Zeit auf Aegwynn heimisch. Mittlerweile sind sie jedoch auf den Realm Taerer gewechselt.

Nach YouLoot-Kriterien ist mittlerweile Progenies Infernalis die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Person

Mit unserem ersten Teil haben wir uns hier wirklich eine hochkarätige Person der Warcraftgeschichte ausgesucht. Um die Geschichte von Aegwynn zu ergründen, müssen wir sehr weit in der Story zurückgehen – lange bevor die World of Wacraft im heutigen Antlitz bestand. Es geht unter anderem um Medivh, Sargeras und die Wächter von Tirisfal. Alles auszuschmücken würde den Rahmen etwas sprengen, aber wir versuchen die wichtigsten Aspekte einzubringen.

Wenn man es kurzmachen möchte, könnte man einfach sagen, dass Aegwynn die vorletzte Wächterin von Tirisfal war – und die erste weibliche Wächterin überhaupt in diesem bedeutenden Amt. Doch das würde wohl nicht wirklich viel Wissen vermitteln ;-) Was also war der berüchtigte Orden von Tirisfal – wer waren die Wächter von Tirisfal?

Nun, der Orden von Tirisfal wurde von den mächtigsten Magiern der Menschen geführt. Das normale Volk wusste hiervon nichts – es war eine Art Geheimbund. Regelmäßig wurde vom Orden ein sogenannter Wächter von Tirisfal ausgewählt, der eine unglaubliche Macht verliehen bekam und in seinem Amt dafür Sorge tragen musste, dass die Brennende Legion nicht nach Azeroth eindringen konnte. Mit dem Mantel der Hüterschaft konnte der jeweils amtierende Wächter seinem Nachfolger alle Kräfte übertragen. Ein neuer Wächter wurde immer dann vom Orden bestimmt, wenn der aktuelle zu alt oder des Krieges einfach müde wurde.

Diese Tradition führte sich eine lange Zeit fort, bis die besagte Aegwynn die Rolle der Wächterin einnahm. Sie setzte sich gegen insgesamt 5 männliche Bewerber in der Ausbildung von Magna Scavell durch. Wurde sie zu Beginn noch von allen aufgrund ihres Geschlechts verspottet, bewies sie schnell was wirklich in ihr steckt. Als sie bereits im ersten Ausbildungsjahr die Schriften Meitres zu zaubern begann, überzeugte sie alle Kritiker.

Schließlich erhielt sie die Macht der Tirisfalen und wurde zur neuen Wächterin. Schnell stellte sich heraus, dass Aegwynn sich nicht zur Marionette des Ordens machen ließ. Emotionen leiteten Sie oftmals und eine gewisse Naivität in ihren Handlungen war nicht zu leugnen. Nach über 500 Jahren als Wächterin hatte Aegwynn harte Gefechte gegen Dämonen in Nordend auszutragen, wo sie schließlich auf das Avatar des gefallenen Titanen Sargeras traf. Mit der Hilfe von Drachen gelang es ihr, Sargeras zu vernichten. Dieser Triumph stieg ihr offenbar zu Kopf. Sie überschätzte Ihre Macht und kam zu dem Entschluss, dass sie den Orden nicht länger brauchen würde.

Zur Information: Sargeras ist nach der gängigen Meinung das mächtigste Wesen in Warcraft. Einst war er ein Titan und hatte die Aufgabe, das Universum zu schützen. Er sagte sich jedoch über die Jahrtausende von seinen Pflichten ab und hat nun das Ziel, alle Schöpfungen der Titanen zu vernichten.

Schließlich nutzte Aegwynn die Magie, um ihre Lebenserwartung auf über tausend Jahre zu verlängern. Dem Orden teilte sie mit, dass sie selbst einen Nachfolger als Wächter bestimmen würde – sollte dies nicht aktzeptiert werden, so würde sie die gesamte Macht mit in den Tod nehmen. Sie zeugte mit Nielas Aran einen Sohn, der schließlich ihr Erbe antreten sollte – Medivh wurde geboren. Sie übertrug all ihre Macht auf ihren Sohn – was sich jedoch als großer Fehler herausstellen sollte. Als Aegwynn Sargeras scheinbar tötete, nistete sich sein Geist in ihr ein und kam erst mit der Geburt von Medivh wieder zum Vorschein.

Viel zu spät wurde ihr bewusst, dass ihr Sohn von Sargeras beherrscht wird. Ihre Kräfte hatte sie bereits auf ihn übertragen. In einem aussichtslosen Kampf im mystischen Turm von Karazhan gegen Medivh versuchte Aegwynn, das Dilemma noch einmal abzuwenden. Sie war jedoch chancenlos und wurde aus Azeroth verbannt. Der Tod blieb ihr wohl nur durch die letzte Menschlichkeit, welche noch in ihrem Sohn schlummerte, erspart. Medivh, gesteuert von Sargeras, beschwörte nun nach und nach Dämonen, welche alle Mitglieder des Ordens von Tirisfal töteten. Der Weg zur zweiten Invasion durch die Brennende Legion war frei.

Medivh starb einige Zeit später, als den Menschen bewusst wurde, dass er von Sargeras’ Geist befallen war. Anduin Lothar, Khadgar, Garona und einige Soldaten stürmten seinen Tum und töteten ihn.

Aegwynn erfuhr von dem Tod ihres Sohnes und teleportierte sich anschließend soweit weg, wie es nur irgendwie ging. Sie landete schließlich in Mulgore und baute sich später in der Nähe von Ratschet ein kleines Zuhause auf. Obgleich ihre Kräfte lange nicht mehr so stark waren wie früher, schaffte sie es mit letzter Kraft ihren Sohn zurückzuholen. Diese Prozedur dauerte insgesamt 21 Jahre und kostete fast ihr Leben, aber sie schaffte es. Medivh war wieder am Leben, verschwand jedoch nur wenig später.

Eines Tages wurde sie von Lady Jaina Proudmoore (Jaina Prachtmeer) ausfindig gemacht und in ihre Dienste gestellt. Sie half maßgeblich an der Vernichtung einiger Dämonen, welche versuchten, zwischen Menschen und Orks Unfrieden zu stiften. Nachdem dieser Konflikt abgewendet war, ist nichts weiteres über Aegwynn bekannt. Es gibt jedoch Gerüchte, dass sie “Tabetha” aus den Düstermarschen sein soll, welche unter anderem  die “Tiara der Tiefen”-Quest für Zul’Farrak startet. Dies wurde jedoch nie offizielle bestätigt.

Tipp: Wenn ihr noch mehr zu der Geschichte rund um Aegwynn erfahren wollt, solltet ihr unbedingt die folgenden 2 Bücher lesen. Literarisch überzeugen diese Werke zwar nicht wirklich (Rechtschreib- und Grammatikfehler sind keine Seltenheit), aber sie sind lesbar und vermitteln viel Warcraftwissen ;-)

-> World of WarCraft 1: Teufelskreis (Konflikt zwischen Horde und Allianz, Aegwynn hilft Jaina bei der Schlichtung und im Kampf gegen die Dämonen)
-> Warcraft Bd. 3. Der letzte Wächter (Khadgar fängt bei Medivh als Lehrling an)

Falls ihr nicht ganz so firm in der Warcraftgeschichte seid, werden euch sicherlich viele Fragen und Unklarheiten gekommen sein. Jedoch solltet ihr als WoW-Spieler einige Charaktere erkannt haben, welche auch in der heutigen World of Warcraft eine Rolle spielen oder euch sogar begegnen. In den folgenden Teilen werdet ihr mehr erfahren ;-)

Mit der neuen Artikelserie “WoW Lore: Servernamen” auf derwowblog.de werden wir dem Blog ab heute ein wenig Leben einhauchen. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir euch zu jedem der 87 deutschen Server einen Artikel vorstellen, in dem die Herkunft wie auch die Geschichte von dem Ort, dem Gebiet oder der Person – nach welcher der Server benannt wurde – etwas näher beleuchtet wird.

Leider haben viele WoW-Spieler nur wenig für die Warcraft-Geschichte übrig, mit dieser Artikelserie wollen wir zumindest ein Basiswissen vermitteln. Vielleicht kommt dadurch ja der ein oder andere auf den Geschmack, denn die Story an sich ist wirklich mehr als lesenswert ;-)