Nachdem in unseren letzten Teilen der großen Artikelserie “WoW Lore: Servernamen” vergleichsweise unbedeutende Charaktere behandelt wurden, widmen wir uns nun wieder einem echten Schwergewicht: Antonidas

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Antonidas gibt es seit dem 04.01.2007. Er befindet sich im Realmpool Todbringer.

Das Allianz/Horde-Verhältnis ist hier relativ ausgeglichen.

Nach YouLoot-Kriterien stellt Nero derzeit die beste Gilde des Servers.

Informationen zum Person

Wie bereits im Einführungssatz erwähnt, ist Antonidas ein sehr bedeutender Charakter in der Warcraftgeschichte. Als Erzmagier führte er lange Zeit die Kirin Tor an und herrschte somit über Dalaran.

Er kam bereits in sehr jungen Jahren nach Dalaran. Sein magisches Geschick und seine Loyalität ermöglichten ihm, innerhalb kürzester Zeit in Reihen der Kirin Tor aufzusteigen – bis er schließlich zum Anführer der Sekte wurde. Alte Erzählungen von Brann Bronzebart besagen sogar, dass er einer der sieben Könige der östlichen Königreiche war – und somit Mitbegründer der Allianz von Lordaeron. Andere Quellen bestätigen zwar seine Beteiligung an den damaligen Geschehnissen, weisen ihm jedoch nicht den Königsstatus zu.

Zu Zeiten des Zweiten Krieges verteidigte Antonidas zusammen mit einigen Gefährten die Violette Zitadelle vor Teron  Blutschatten, welcher das Auge von Dalaran stehlen wollte. Zusammen mit Krasus, Kael’Thas und Sathera besiegte er Teron, jedoch konnte dieser dank Todesschwinge flüchten. Sathera überlebte diesen Kampf nicht.

Information: Mal ein kleiner Einwurf. Im letzten Satz seht ihr sehr schön, wie oft man in der Warcraft Lore auf heutige Charaktere stößt. So ist Teron Blutschatten zum Beispsiel ein Boss im Black Temple, Kael’Thas der Endboss in der Festung der Stürme…

Als sich Antonidas’ Gesundheit mehr und mehr verschlechterte, konnte er Dalaran schließlich nicht mehr für längere Zeit verlassen. Die auch heute noch sehr bekannte Jaina Prachtmeer war seine Schülerin und wurde schließlich zu seinen Augen und Ohren. Er schickte sie auch nach Stratholme, um Arthas Menethil zur Seite zu stehen. Wie jedoch in den Höhlen der Zeit 4 behandelt wird, wendete sie sich vor der Tragödie zusammen mit Uther Lichtbringer ab – da sie die Zerstörung der Stadt nicht mitverantworten wollte.

Kurze Zeit später führten Arthas und der alte Erzmagier Kel’Thuzad, welcher sich immer mehr der Nerkomantie hingegeben hatte, die Geißel in eine erbarmungslose Schlacht nach Dalaran. Antonidas tat sein Bestes um die feindlichen Truppen fernzuhalten, schließlich gelang es jedoch Arthas und seiner Armee das aufgebaute Schutzschild zu durchbrechen und das Buch von Medivh in seinen Besitz zu bringen. Arthas setzte dem Leben von Antonidas ein Ende und kurze Zeit später zerstörte Archimonde die gesamte Stadt. Sowohl die Kirin Tor, als auch die Geißel, mussten in dieser Schlacht herbe Verluste hinnehmen.

Noch heute erinnern viele Dinge in der World of Warcraft an Antonidas. Der Lichkönig droppt zum Beispiel den Stab Archus, Hohestab des Antonidas, in Dalaran steht eine Statue von Antonidas, welche damals von den überlebenden Kirin Tor beim Wiederaufbau zu Ehren des gefallenen Erzmagiers errichtet wurde und man kann im Brunnen von Dalaran Antonidas Silbermünze angeln. Sie trägt folgende Inschrift:

“Gib mir die Stärke, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

Auch viele der gelegentlich auftauchenden Bücher in Dalaran behandeln die Geschichte von Antonidas.

Schneller als erwartet gibt es schon heute die nächste Ausgabe unserer großen Artikelserie “WoW Lore: Servernamen”. Diesmal im Fokus: Aman’Thul.

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Aman’Thul gibt es seit dem 05.04.2005 und befindet sich im Realmpool Raserei .

Wenn man den Daten von warcraftrealms.com glauben darf, gehört Aman’Thul eher zu den Bevölkerungsschwachen Servern. Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von 3:1 gibt es jedoch eine klare Kräfteaufteilung.

Nach YouLoot-Kriterien ist derzeit Celestial Dawn die beste Gilde des Servers

Informationen zur Person

Aman’Thul wird wohl nur den wenigsten Personen ein Begriff sein, obwohl er wahrscheinlich die mächtigste Figur im gesamten Warcraftuniversum ist. Er ist der älteste und weiseste der Titanen und Hochvater des Pantheons, dem hohen Rat der Titanen. Somit ist Aman’Thul sozusagen der Hauptverantwortliche, dass zahllosen Welten – auch Azeroth – Leben eingehaucht wurde.

Leider gibt es über ihn nur sehr wenige Informationen. Jedoch ist er der Bruder von Sargeras und der Gemahl von Eonar, der Lebensbinderin, über die bereits im Artikel zu Alexstrasza berichtet wurde.

Sein Aussehen ähnelt, meiner Ansicht nach, sehr den Vorstellungen von Zeus – dem mächtigsten Gott der griechischen Mythologie. Auf dem Wiki der Forscherliga ist folgendes Bild von Aman’Thul zu sehen:

Als das Werk der Titanen auf Azeroth vollbracht war, segnete Aman’Thul den Drachenaspekt Nozdormu mit der Kraft über die Zeit.

Wieder wurde ein neuer Teil unserer großen Artikelserie fertig – diesmal dreht sich alles um den Server Alleria. Viel Spaß :-)

Informationen zum Server

Den deutschen PvE-Server Alleria gibt es seit WoW-Release. Er befindet sich im Realmpool Todbringer.

Mit einem Allianz/Horde-Verhältnis von 2:1 (14.500 Allianzchars, 8.500 Hordechars) ist  hier ein klares Übergewicht der Allianz zu erkennen.

Nach YouLoot-Kriterien ist derzeit Ascension die beste Gilde des Servers.

Informationen zur Person

Der Name Alleria Windläufer wird wohl, im Vergleich zu unseren vorherigen Berichten über Aegwynn und Alexstrasza, nur sehr wenigen WoW-Spielern ein Begriff sein. Dies liegt vorallem daran, dass sie seit langer Zeit als verschollen gilt und im Spielgeschehen nie wirklich auftauchte.

Doch wer war Alleria Windläufer (engl. Alleria Windrunner) überhaupt?

Bekannt wurde die Hochelfin aus Quel’Thalas durch die Allianzexpedition nach Draenor (Scherbenwelt), in der sie zusammen mit Khadgar, Turalyon, Kurdran Wildhammer und Danath Trollbann eine große Rolle spielte. Sie hat einige bekannte Verwandte, die auch heute noch eine große Rolle spielen. Sylvanas ist ihre Schwester, Rhonin ihr Schwager. Des Weiteren ist Arator ihr Sohn (Vater: Turalyon) , welchen Allianzspieler auf der Höllenfeuerhalbinsel in der Ehrenfeste zu Gesicht bekommen.

Alleria war Waldläuferhauptmann und zeichnete sich durch einen unbändigen Hass gegen die Orcs aus, welche einst die Grenzlande ihrer Heimat – Quel’Thalas – niederbrannten und ihre Eltern töteten. Nach diesen Geschehnissen wurde sie nur noch von Rache angetrieben und führte u.a. eine Elitegruppe von Waldläufern im Kampf gegen die Orcs des Blutenden Auges an, welche nach Ende des Zweiten Krieges von ihren Verbündeten abgeschnitten wurden.

Erst ihre Beziehung zu Hochgeneral Turalyon, welche Anfangs unter keinem guten Stern stand, ließ wieder etwas Freude in ihr Leben einkehren. Turalyon war einer der ersten Paladine überhaupt. Als Mitglied des Ordens der Silbernen Hand kämpfte er u.a. zusammen mit Uther Lichtbringer und Tirion Fordring für das heilige Licht – und nahm später Orgrim Schicksalshammer gefangen, nachdem selbiger Anduin Lothar in einem legendären Kampf besiegte.

Auf der bereits erwähnten Allianzexpedition konnte Alleria zusammen mit ihren Gefährten zwar schlussendlich Medivhs Buch aus den Händen von Ner’zhul zurückholen, jedoch hatte dieser bereits genug Wissen um weitere Portale zu öffnen. Die Helden beschlossen, das dunkle Portal zu schließen – wurden jedoch durch die dadurch verursachten Risse in eine andere Welt gezogen. Seitdem ist nichts mehr von Alleria Windläufer bekannt, jedoch wurde ihr zu Ehren eine Statue im Tal der Helden von Sturmwind erbaut. In der Inschrift unter der Statue ist folgender Text zu lesen:

Waldläufercaptain Alleria Windrunner,

Berühmte Trolljägerin aus Quel’Thalas. Hauptspäherin und Geheimagentin für die Expedition der Allianz, die in Draenor, der Heimat der Ork’s einmarschiert ist. Vermutlich gefallen.

Du bist geflogen wie ein Pfeil im Wind, Schwester. Du warst die beste unseres Ordens. Du warst die treueste unserer Sippe.

- Sylvanas Windrunner -
Waldläufergeneral von Quel’Thalas

Für mich persönlich sind Alleria und auch Turalyon absolute Highlights in den Büchern. Auf sie trifft das alte Sprichwort “harte Schale, weicher Kern” absolut zu. Ich kann euch auch hier wieder nur das passende Buch empfehlen und hoffe, die 3. Serie von “WoW Lore: Servernamen” hat euch gefallen ;-)

World of Warcraft, Bd. 4: Jenseits des Dunklen Portals

Am Ende des zweiten Krieges gelang es der Allianz schließlich, die Horde zurückzuschlagen und das Dunkle Portal zu zerstören, womit die einzige Verbindung zwischen Azeroth und Draenor der Heimatwelt der Orcs gekappt wurde. Zwei Jahre später ist die Horde zurückgekehrt und bringt erneut Chaos und Unheil über die Welt von … Der alte Orc-Schamane Ner zhul hat die Führung über die Horde an sich gerissen und das Dunkle Portal wieder geöffnet. Jetzt fallen seine blutrünstigen Krieger erneut über Azeroth her und belagern die neuerrichtete Festung Nethergarde. Dort bereiten sich Erzmagier Khadgar und Allianz-Commander Turaylon sowie die vereinigten Truppen aus Elfen, Zwergen und Menschen auf die Verteidigung gegen die Invasoren vor. Währendessen treffen weitere beunruhigende Nachrichten in Nethergarde ein: Kleine orcische Truppenverbände operieren fern der eigentlichen Frontlinie, und schwarze Drachen wurden gesichtet, die die Grünhäute offenbar unterstützen. Um die finsteren Pläne des Orc- Schamanen zu durchkreuzen, muss die Allianz den kühnen Schritt wagen und nach Draenor vorstoßen, direkt in die Heimatwelt der Orcs …